09.10.2026 · Frank Havemann

Patientenverfügung Muster Vorlage: Dein Wille schriftlich

Eine Patientenverfügung ist eine schriftliche Erklärung, in der du festlegst, welche medizinischen Maßnahmen du wünschst oder ablehnst, falls du dich nicht mehr selbst äußern kannst. Das Patientenverfügung Muster unterstützt dich dabei, deinen Willen zu medizinischen Maßnahmen schriftlich festzuhalten.

Wofür brauchst du sie?

Ärztinnen und Ärzte müssen im Ernstfall wissen, was du willst. Fehlt eine Verfügung, wird oft nach deinem mutmaßlichen Willen entschieden. Das belastet Angehörige. Eine Patientenverfügung schafft Klarheit und entlastet die Menschen um dich herum. Sie ist im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt und muss schriftlich verfasst sein.

Was bietet die Vorlage?

Das Patientenverfügung Muster ist eine Vorlage, mit der du deinen Willen zu medizinischen Maßnahmen schriftlich festhältst. Du füllst sie mit deinen persönlichen Angaben und Wünschen aus.

Fragen, die du dir vorab stellen solltest

Je konkreter du formulierst, desto leichter lässt sich die Verfügung umsetzen. Allgemeine Sätze wie „Ich will nicht an Schläuchen hängen“ sind schwer auszulegen.

So gehst du vor

  1. Dir Zeit nehmen und die eigenen Wünsche durchdenken.
  2. Mit Angehörigen und der Hausärztin oder dem Hausarzt sprechen.
  3. Muster ausfüllen, datieren und unterschreiben.
  4. Kopien an Vertrauenspersonen geben, das Original gut auffindbar aufbewahren.
  5. In regelmäßigen Abständen prüfen, ob sie noch deinem Willen entspricht.

Zusammen mit einer Vollmacht

Die Patientenverfügung allein bestimmt noch nicht, wer deinen Willen durchsetzt. Dafür eignet sich die Vorsorgevollmacht. Wenn doch eine Betreuung nötig wird, hilft die Betreuungsverfügung. Alle Muster gibt es gebündelt im Vorsorge-Set. Wo alles liegt, hältst du in der Notfallmappe fest.

Praxis-Tipps für die Formulierung

Beschreibe möglichst konkrete Situationen, zum Beispiel dauerhafte Bewusstlosigkeit oder fortgeschrittene Demenz, und halte dazu fest, welche Maßnahmen du wünschst oder nicht. Nutze eigene Worte, damit dein Wille erkennbar bleibt. Allgemeine Standardsätze lassen Spielraum für Auslegungen.

Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt über die medizinischen Folgen deiner Entscheidungen. Informiere auch die Menschen, die im Ernstfall für dich sprechen sollen. So kennen sie deine Haltung und können sie überzeugend vertreten, wenn es darauf ankommt.

Häufige Fragen

Muss eine Patientenverfügung notariell beurkundet werden?

Nein, notwendig sind Schriftform und eigenhändige Unterschrift. Eine ärztliche Beratung oder Beurkundung kann die Aussagekraft erhöhen, ist aber nicht zwingend.

Wie oft sollte ich sie aktualisieren?

Es ist sinnvoll, sie regelmäßig zu überprüfen und bei neuen Lebensumständen oder Diagnosen anzupassen. Eine Pflicht zur Erneuerung gibt es in der Regel nicht.

Wo bewahre ich die Patientenverfügung auf?

So, dass Vertrauenspersonen sie im Ernstfall schnell finden. Ein Hinweis in Portemonnaie oder Notfallmappe ist hilfreich.

Was ist der Unterschied zur Vorsorgevollmacht?

Die Patientenverfügung legt fest, was medizinisch geschehen soll. Die Vorsorgevollmacht regelt, wer für dich handelt.

Kann ich sie jederzeit ändern?

Ja, du kannst sie jederzeit ändern oder widerrufen, solange du einwilligungsfähig bist.

Hinweis: Allgemeine Information, keine medizinische oder rechtliche Beratung. Sprich über deine Verfügung mit Ärztin, Arzt oder einer Beratungsstelle.